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Karies

  • Schon um 1800 v. Chr. wurde die erste Theorie über die Entstehung von Karies auf einer babylonischen Tontafel festgehalten. Die Menschen hätten an den sog. „Zahnwurm“ als Verursacher von Karies geglaubt.
  • Die Vorstellung eines Zahnwurmes war in den verschiedensten Kulturkreisen bekannt.
  • Je weiter die Kultur eines Volkes entwickelt war, desto mehr Menschen hatten Karies. Nahrungsmittel, die reich an Kohlenhydraten und Zucker waren, wie Brot oder Honig, begünstigten die Kariesentwicklung.
  • Das einfache Volk kaute weitestgehend auf Schwarzbrot, Kartoffeln und Äpfeln, während die Menschen aus den oberen Schichten dank dem Import von Zucker und Kakao im 15. und 16. Jahrhundert gerne Pralinés, Konfekt & Co zu sich nahmen. Daraus folgte, dass die Zähne oft schon im Jugendalter ausfielen.
  • Im Jahre 1598 beschreibt ein Reisender das Aussehen der englischen Königin Elisabeth I: "Die Königin steht - wie man uns sagte - in ihrem 65. Lebensjahr und wirkt sehr würdevoll: Ihr Gesicht ist länglich, ihre Haut hell, aber runzlig, ihre Augen sind klein, aber sehr dunkel und freundlich, sie hat eine leichte Hakennase, ihre Lippen sind schmal und ihre Zähne schwarz, ein Mangel, an dem die Engländer deshalb zu kranken scheinen, weil sie allzuviel Zucker verwenden."
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