Lexikon der Zahnhygiene - Von A bis Z
Putztechnik
Eine ideale Zahnputztechnik sollte die Zähne, den Zahnzwischenraum
und den Zahnfleischrand optimal reinigen und gleichzeitig
das Zahnfleisch schonen und massieren.
Bekannte Techniken sind u.a:
- Das kreisförmige Putzen modifiziert nach Bass (vgl. Bass-Technik).
- Das vertikale Putzen „von rot nach weiß“ (modifiziert
nach Stillmann), d.h. vom Zahnfleisch weg hin zum
Zahn.
Die Zahnbürste wird hier in einem Winkel von 45° zur Längsachse
des Zahnes in Höhe des mittleren Drittels der Zahnwurzel aufgesetzt und ähnlich
wie bei der Bass-Technik unter leichtem Druck kreisend auf der Stelle bewegt.
Zusätzlich wird eine Abrollbewegung zur Zahnkrone hin ausgeführt.
Die meisten Zahnputztechniken sind jedoch schwer zu erlernen.
Wichtiger ist es daher, eine Zahnbürste regelmäßig zu
gebrauchen und nach immer dem gleichen Schema vorzugehen:
Zunächst werden die hinteren Backenzähne im Oberkiefer, dann
die Außenseite der Schneidezähne und schließlich die
Backenzähne der anderen Seite im Oberkiefer geputzt. Anschließend
werden die Außenflächen der Zähne im Unterkiefer nach
demselben Vorgehen gereinigt. Dann folgt die Reinigung
der Innenseiten des Ober- und Unterkiefers nach derselben
Systematik. Abschließend
werden die Kauflächen der Zähne gesäubert, wobei hier
ausnahmsweise schrubbende Bewegungen erlaubt sind.
Zu empfehlen ist auch die
KAI-Putztechnik.
Generell ist zu beachten, dass der Anpressdruck der Bürste auf
den Zahn nicht zu hoch ist. Er sollte maximal 150 Gramm
betragen (ca. Gewicht einer Orange), da sonst die Borsten
knicken und somit der Reinigungseffekt eingeschränkt wird.
Es sollte nur eine erbsengroße Menge an Zahnpasta verwendet werden,
die nach dem Putzen nur ausgespuckt und nicht ausgespült werden
sollte um die Fluoridwirkung nicht zu beeinträchtigen.
Die Zähne sollten ca. 3 Minuten geputzt werden. Nach 3 Minuten wird
der bestehende Zahnbelag nicht mehr geringer, dafür können
möglicherweise Schäden am Zahnschmelz oder an freiliegenden
Zahnhälsen entstehen.