Lexikon der Zahnhygiene - Von A bis Z
pH-Wert in der Mundhöhle
Wenn vom pH-Wert in der Mundhöhle die Rede ist, ist meist der pH-Wert
des Speichels gemeint. Da der Speichel zu 99,5% aus
Wasser besteht, liegt der pH-Wert durchschnittlich
bei ca. 7.
Nach dem Verzehr von kohlenhydrathaltiger Nahrung (
Zucker, Stärke etc.) zersetzen kariogene Bakterien im Zahnbelag
die Kohlenhydrate sehr schnell zu Säuren (meist Milchsäuren).
Der pH-Wert im Mund fällt auf ein so geringes Niveau, dass eine
Entkalkung des Zahnschmelzes die Folge ist. Der für den Zahn kritische
Bereich des pH-Werts liegt bei unter pH 5,5 – 5,7. Ist der Zahn über
längere Zeit Entkalkungsvorgängen ausgesetzt, führt das
langfristig zu Schäden am Zahn.
Nach ca. 20 Minuten steigt der pH-Wert – meist durch den Speichelfluss
angeregt – wieder in den Normalbereich. Innerhalb dieser 20 Minuten
ist der Zahnschmelz jedoch den gebildeten Säuren schutzlos ausgesetzt.